Drama, Roman und Poesie


In der Literatur gibt es viele verschiedene Gattungen, die unterschiedliche und typische Elemente aufweisen. Drei davon sind das Drama, der Roman und die Poesie, die, jede für sich, erkennbare Merkmale beinhalten und so den Leser entsprechend in ihren Bann ziehen.

Das Drama richtet sich eigentlich mehr an einen Zuschauer als an den Leser, denn das zu erzählende Stück wird szenisch realisiert und ist daher mit einem Drehbuch eines Theaters vergleichbar. In einem Drama geht es immer um die Entwicklung eines zentralen Konfliktes, entweder einer ganzen Gesellschaft oder eben um einen inneren Konflikt einer einzelnen Personen und dessen Folgen. Oftmals steht der Mensch seinem eigenen Schicksal gegenüber und ist zum Handeln gezwungen. Ein Drama kann sowohl eine Tragödie sein, als auch eine Komödie – es hängt immer davon ab, ob der zentrale Konflikt für den Charakter des Werkes lösbar ist oder eben nicht. Endet ein Drama mit dem Untergang des Helden, handelt es sich eindeutig um eine Tragödie. Spielt der Autor mit Ironie und Sarkasmus, kann es als Komödie bezeichnet werden. Wird der Konflikt des Titelhelden positiv gelöst, kann ein Drama auch als Schauspiel angesehen werden. Wichtige sprachliche Mittel in einem Drama sind Dialoge und Monologe, die sich durch das gesamte Werk ziehen, damit der Leser tief in die Gedankenwelt der Charaktere eintauchen und sich in die Person hineinversetzen kann.

Der Roman hat seinen Ursprung bereits im 12. Jahrhundert. Er handelt meist von einem nicht-realen Schicksal einer Gemeinschaft und bringt den Leser nahezu zum Mittelpunkt des Geschehens. Romane sind lehrreich, unterhaltend und idealistisch und bestechen durch ein hohes Maß an Sprachvariabilität. Im 18. Jahrhundert wurde diese literarische Gattung auch als “hohe Literatur” bezeichnet, da sie vor allem dem Adel und höheren Schichten als Lektüre galt. Ein Roman bietet immer eine Menge Tragik, meistens schreibt der Autor über sich selbst und lässt an seinem Schicksal teilhaben. Sehr empfindsam und emotional beschreibt er detailliert über sein Seelenleben, seine Gefühle und Hoffnungen, so dass Leser sich schnell mit ihm identifizieren können. Es gibt viele verschiedene Formen des Romans. So zum Beispiel ein Briefroman, Tagebuchromane oder auch Kriegsromane. Die offenste Form ist jedoch die Autobiographie.

Die Poesie wurde bereits in Psalmen der Bibel oder in Hymnen verwendet und wirkt meist sehr lebendig. Gerade in der Gesellschaft sind Poesien gern gesehen und verbinden Menschen miteinander, ob in der Kirche oder beim gemeinsamen Singen. Sie haben einen gleichbleibenden Rhythmus, bestehen aus Strophen und Reimen. Außerdem sind diese Dichtungen meist sehr bildhaft und es wird vermehrt mit Umschreibungen gearbeitet, die nicht immer gleich entschlüsselt werden können.


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